| Oesophago-Gastro-Duodenoskopie |
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Die Spiegelung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm ist heute die wichtigste und genaueste diagnostische Methode bei Verdauungsbeschwerden, Verdacht auf Tumor oder Geschwürleiden. Dabei wird ein dünnes biegsames Instrument nach örtlicher Betäubung des Rachens durch den Mund eingeführt. Üblicherweise ist keine Beruhigungsspritze erforderlich. Auf Wunsch erhält der Patient vorher eine Beruhigungsspritze. Nach Erhalt einer Beruhigungsspritze ist das Führen von Kraftfahrzeugen oder das Bedienen von Maschinen mit Selbst- und Fremdgefährdung für 24 Stunden untersagt. Das Endoskop gestattet die vollständige Betrachtung der durch Luft aufgeblähten Teile des oberen Verdauungstraktes. Falls sich krankhafte Veränderungen ergeben, kann durch eine winzige Gewebsprobe, wobei die Entnahme völlig schmerzlos ist, eine feingewebliche Untersuchung durchgeführt werden. Wesentlicher Inhalt der Magenspiegelung ist die Früherkennung des Magenkrebses sowie die Früherkennung von Geschwüren oder anderweitigen entzündlichen Veränderungen. Bei der hohen diagnostischen Ausbeute ist das Komplikationsrisiko der Magenspiegelung verschwindend gering und beträgt weniger als 1 : 10.000 (Perforation, Blutung). Hierbei kann dann eine Operation mit Eröffnung der Bauchhöhle erforderlich werden. Gefahren drohen dem Patienten weniger von der Untersuchung selbst, sondern von der Unterlassung der Untersuchung bei entsprechenden Beschwerden. Wegen der vorausgegangenen Rachenbetäubung sollte eine Stunde nach der Untersuchung keine Nahrung oder Flüssigkeit eingenommen werden, um ein Verschlucken zu vermeiden. Falls eine Allergie, Herz- oder Lungenerkrankung vorliegt, informieren Sie bitten den untersuchenden Arzt. Auf Wunsch kann die Untersuchung auf Video aufgezeichnet und/oder Bilder der krankhaften Veränderungen angefertigt werden. Falls gewünscht, bringen Sie deshalb bitte eine leere Videokassette mit. |

