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Leberpunktion PDF Drucken
Die sogenannte Leberblindpunktion dient dazu, bei bestimmten Erkrankungen der Leber Lebergewebe zur feingeweblichen Untersuchung zu gewinnen, um hierüber die Notwendigkeit einer Therapieeinleitung/Therapieänderung festlegen zu können. Eine Leberpunktion rein aus diagnostischen Gründen ohne therapeutische Konsequenzen wird in der Regel nicht durchgeführt.

Bei der Leberpunktion wird nach lokaler Betäubung an der rechten Seiten mit einer Hohlnadel in die Leber gestochen und mit Hilfe einer Sekundenbiopsie Lebergewebe gewonnen. Während der Punktion muß deshalb der Atem angehalten werden. Die Punktion ist nicht schmerzhaft. Sie beinhaltet jedoch, wie viele diagnostische Untersuchungen, ein geringes, aber im Einzelfall nicht vorhersehbares Risiko. Dieses Risiko besteht zum Einen in der Verletzung der Nachbarorgane wie Lunge, Niere und Darm mit evtl. notwendiger Operation, sowie Blutungen, die ebenfalls in seltenen Fällen eine Operation notwendig machen. Seltenen Komplikation ist die Punktion der Gallenblase mit Bauchfellreizung und ebenfalls notwendige Operation. Geringe Komplikationen sind Schmerzen im Bereich der re. Schulter, sowie im Bereich der Einstichstelle einige Stunden nach der Punktion. Ernsthaftere Komplikationen treten in einer Häufigkeit von unter 1 : 10.000 auf. Die Untersuchung selbst wird nach einer mindestens 6-stündigen Nahrungspause und nach Vorliegen eines Blutbildes und Gerinnungsstatus üblicherweise morgens vorgenommen. Anschließend findet eine mehrstündige liegende Ruhepause unter regelmäßiger Kontrolle der Herz-Kreislauf-Funktion statt. Vor Entlassung aus der Praxis darüber hinaus Ultraschallkontrolle der Leber, um eine lokale Blutung in die Leber und die Umgebung auszuschließen.